GfG-Familienbegleitung - Was ist das überhaupt und warum machst du das?


Diese Frage wird mir seit meiner Entscheidung, mich bei der GfG zur Familienbegleiterin ausbilden zu lassen, immer wieder gestellt. Darum will ich diese Frage jetzt auch mal beantworten.

GfG ist die Abkürzung für "Gesellschaft für Geburtsvorbereitung", welche als eingetragener Verein eine Reihe an Aus- bzw. Fortbildungen rund um Geburt und Wochenbett, Eltern-Kind-Kurse, Mütterpflege und Frauengesundheit anbietet. Ich habe mich für die Familienbegleitung entschieden, die verschiedenste Module umfasst. Geburtsvorbereitung, Stillen, Rückbildung und vieles mehr. Ich sehe diese Ausbildung und den damit verbundenen Tätigkeitsbereich als sinnvolle Ergänzung zu der Arbeit der Hebammen. Und da es aus vielfältigen, nachvollziehbaren und auch traurigen Gründen immer weniger Hebammen gibt, wird diese Arbeit mit Sicherheit immer wichtiger werden. Trotzdem will ich an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich betonen: Eine Ausbildung zur GfG-Familienbegleiterin ersetzt in keinem Fall die Hebamme! Die Familienbegleiterin kann unterstützen und begleiten, eine gute Hebamme ist trotzdem unverzichtbar.

Nichtsdestotrotz habe ich die Hoffnung, dass ich nach dieser Ausbildung dazu beitragen kann, dass mehr Frauen sicher und ohne Angst in eine Geburt gehen können, sich im Wochenbett nicht alleine gelassen fühlen und im ganzen Strudel der Emotionen und Erlebnisse rund um Geburt und Eltern werden/sein einen sicheren Hafen finden. Einen Ort zum Verschnaufen und Ankommen in der neuen Situation.

Was hat mich dazu bewegt? Ganz simpel könnte man sagen, dass es meine eigenen Erfahrungen waren, die ich im Zuge der Geburten meiner beiden Kinder gemacht habe. Angefangen von meinen ausnahmslos schönen und selbstbestimmten Geburten, die tatsächlich in einer Klinik stattgefunden haben. Ja, auch das ist möglich! Einfach weil ich gut vorbereitet war und die Hebammen während der Geburt darum wohl auch wenig eingegriffen haben. Weil ich ein gutes Gespür für den eigenen Körper hatte und mich darum intuitiv verhalten habe, ohne mich verunsichern zu lassen. Und ein ganz wichtiger Faktor war meine Nachsorge Hebamme, die mich einfach so unglaublich gut unterstützt hat. Ohne die ich vielleicht nicht so lange gestillt hätte, weil es bei meinem ersten Kind am Anfang so schwierig war.

Und nicht zu vergessen ist auch die ganz wichtige Zeit nach der Geburt, im Grunde dieses so prägende erste Jahr im Leben des Kindes und auch das erste Jahr im Leben als Mutter. Dieser Prozess des sich Findens und vor allem zurecht finden. In der neuen Lebenssituation als Mutter und auch als Paar, welches plötzlich Eltern ist. Diese ewigen Fragen, die man sich selbst stellt. Verunsicherung ob man alles richtig macht. Vergleiche mit anderen Müttern. Umgang mit Kritik und anderen Herangehensweisen an bestimmte Themen. Ich denke es war noch nie so schwierig wie heute sich für einen Weg zu entscheiden, wie man sein Kind auf- und erziehen will. Weil die Informationsflut aus verschiedensten Quellen auf einen niederprasselt und man eigentlich immer denkt, man macht es nicht gut genug. Und dann trifft man in diesen unzähligen Kursen auf die immer gleichen lächelnden Mütter, für die alles überhaupt kein Problem ist, die tipp topp aussehen und das Kind ja sooo lieb ist. Kaum einer traut sich dann in so einer Runde ehrlich zu sagen: "Hey, mir geht es schlecht! Ich schlafe kaum und ich hab mir das alles ganz anders vorgestellt." Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich dann doch mal traut, meistens nach so einem Kurs Frauen zu einem kommen und einem unter vier Augen sagen, dass sie ähnliche Probleme haben und so froh sind zu hören, dass es anderen auch so geht. Und da schließt sich der Kreis wieder, warum ich mich für einen Arbeit in diesem Bereich entschieden habe. Ich möchte als Kursleiterin eines solchen Kurses den Raum dafür bieten auch mal offen ansprechen zu können, wie es den Müttern wirklich geht. Hinter die Fassaden schauen und einfach das Gefühl vermitteln, dass es gut ist was sie machen, wie sie es machen und dass es okay ist sich auch mal nicht wie im rosaroten Babyhimmel zu fühlen. Ich möchte, dass Frauen aus meinen Kursen gehen und sich besser fühlen statt nur noch mehr verunsichert.

Im Grunde will ich die Welt also nur ein klitzekleines Bisschen besser machen. Ob mir das gelingt, wird sich zeigen. Hoch motiviert bin ich in jedem Fall. Bis dahin nehme ich Euch weiter auf meinem Weg zur Weltverbesserin und berichte bald wie es weiter geht.

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